Wir starten die Runde um den ‘Arm’ von Wales… Als erstes wollen wir uns das Künstlerdorf Portmerion ansehen, das uns Joe, bei dem wir vorher übernachten empfielt.. ‘Ein bisschen wie ein Dorf in Italien schaut’s da aus’. Als wir dort ankommen, sind wir ein bisschen irritiert weil wir Eintritt dafür zahlen sollen, um uns ein Dorf anzuschauen?! 12Pounds sind uns irgendwie zu viel. Weil wir aber jetzt doch extra da hingegurkt sind, beschließen wir über den Zaun zu klettern. Ganz schön dort aber ein bisschen touristenüberlaufen und außerdem regnet es nur also laufen wir nur schnell durch und fahren weiter…

Radltag mit Paul

Wir treffen Abends am Strand auf Paul, der uns auf den Hänger anspricht und uns einlädt, in seinem Garten zu zelten. Er renoviert ein 150 Jahre altes, wunderschönes Steinhaus und lebt währenddessen in einem Wohnwagen im Garten… Wir verbringen den Abend mit ihm und er fährt am nächsten Tag mit uns weiter und zeigt uns die schönsten Ecken der Lleyn Halbinsel. Das Wetter ist der Hammer. Zu allem Überfluss lädt er uns nachmittags auf nen Café und Kuchen und abends in ein Restaurant ein und bietet uns an, noch ein paar Tage bei ihm zu bleiben. Wir sind überwältigt von seiner Gastfreundschaft, fahren aber nicht mehr mit ihm zurück sondern weiter, weil wir wieder bisschen voran kommen wollen. In dem Restaurant fragen wir am Tisch in die Runde ob jemand einen guten Platz zum Wildcampen kennt und eine Frau gibt uns ihre Adresse… ‘Ihr könnt da im Garten schlafen, rechts ums Haus kommt ihr zur Toilette… Keine Angst vor den Hunden die bellen wahrscheinlich ganz schön, wenn ihr reinkommt.” Gesagt getan, wir radeln weiter dorthin und schleichen im dunklen ums Haus und suchen das Klo… Das alte Steinhaus ist komplett verwuchert, eigentlich ganz schön, wie im Urwald… Als wir die Tür aufmachen trifft uns leicht der Schlag weil die ersten Zimmer bis zur Decke voll mit Müll gestapelt sind. Wir suchen ein bisschen verzweifelt eine Dusche entscheiden uns dann aber doch lieber verschwitzt zu schlafen…

Am nächsten Tag ( Marie’s Geburtstag) bleiben wir bis ca 15 Uhr im Zelt liegen weil es so pisst, fahren dann irgendwann doch im Regen los mit dem Gedanken gestern irgendwo ein Schild ‘7. Juni National Fish and Chips Day’ gesehen zu haben und uns den Bauch vollzuschlagen… Der Imbiss war dann aber noch geschlossen und wir setzen und klatsch nass in ein indisches Restauraunt, mit der Hoffnung dass es dort große Portionen und leckeres Essen gibt. Dem war dann nicht so, die Portionen waren winzig und auch nichts Besonderes. Als wir weiterfahren wollen, gießt es noch mehr. Als nächstes müssen wir erstmal 200m bergauf fahren, was wunderschön ist bei Hagel und heftigem Gegenwind und ohne irgendein Ziel wo man sein Zelt aufbauen kann… Komplett durchgeweicht und mit den Nerven am Ende fragen wir dann irgendwo auf der Straße einen älteren Mann, er lässt uns dann zum Glück auf einem seiner Weiden zelten. Brrrrr der schlimmste Tag bisher auf der Reise und der allerschönste von 26 Geburtstagen 😒.

Wir überlegen ob wir uns schnellstmöglichst ein Auto kaufen und heim fahren… Am nächsten Tag ( so ab 16 Uhr :D) kommt dann doch kurz die Sonne raus und wir können unsere Sachen ein bisschen trocknen und weiter fahren, juhu.